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Bildungsfilme

Erziehung wohin?

Die russische Schule im Umbruch

 

Anfang September 1992 hat für 19 Millionen russischer Mäd­chen und Jungen die Schule im Jahre 1 nach der Sowjetunion begonnen. Wohl in keinem anderen Land läßt sich das Ende dieses Jahr-hunderts so dramatisch an wie in Rußland. In der Schule ist die Umwandlung aller Werte in vollem Gange, auch hier die Ungewißheit, das Nichtwissen darüber, wohin es geht.

Ein Kamerateam des Südwestfunks besucht eine Dorfschule 50 km vor Moskau, wo der polytechnische Unterricht noch neben dem neuen Fremdsprachenunterricht für Sechsjährige steht. Altes und Neues nebeneinander auch in einer städtischen elfklassigen "allgemeinbildenden Mittelschule" in Moskau, die sich heute Gymnasium nennt, und in einer dazugehörigen Grundschule. Frei von jeglicher zentralen Planung wird reformerisch in der Schule Nr.109 in Moskau unterrichtet: Elemente der Waldorfpädagogik im Kindergarten, neue Fächer, zum Beispiel Religionskunde, ein Spezial­programm für besonders begabte Schüler im Fach Bildende Kunst, Umwelterziehung mit schuleigenen Tieren, Englisch in einer 11. Spezialklasse der mathematischen Fachrichtung.

 

In der neuen russischen Schule feiert die klassische Bildung aus der Zarenzeit ihre Auferstehung, kennzeichnend auch die starke Diffe­renzierung nach Neigungen und Begabungen, "weg von der bloßen Wissensvermittlung hin zu einer humanitären Erziehung des Individuums", wie es der russische Bildungsminister im Film ausdrückt.

 

 

 

Schule International

Bestell-Nr. 4246258 (45 min) ­1993

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